Vergrößerte Mandeln als Ursache für Schluckbeschwerden bei Kindern

Wenn ein Kind schlecht isst, nachts schnarcht und keine Luft durch die Nase bekommt kann es an vergrößerten Mandeln liegen. Diese können sogar für Schluckbeschwerden und Gedeihstörungen verantwortlich sein Die Ursache für eine solche Vergrößerung der Gaumenmandeln sind vielfältig.

Neben wiederkehrenden Entzündungen (chronische Tonsillitis)  kann auch eine Überschießende Funktion der Gaumenmandel für eine Tonsillenvergrößerung verantwortlich sein. Diese beschreibt eine gutartige, oft beidseitige und meist symmetrische Vermehrung des Gewebes, auch Hyperplasie genannt.

Hierbei weist der Lokalbefund meist einen mittigen Kontakt der Mandeln in Höhe der Zäpfchen auf. Zu den Symptomen gehören erschwertes Sprechen und, aufgrund erschwerten Schluckens, Essprobleme. Auch nächtliches Schnarchen und Probleme bei der Nasenatmung, durch einen hochstehenden weichen Gaumen und dadurch hervorgerufene Behinderung der Nasenatmung, können Anzeichen für eine Vergrößerung der Gaumenmandeln.

Durch die verminderte Sauerstoffzufuhr sind die Betroffenen tagsüber oft unausgeschlafen und unkonzentriert. Häufig tritt eine solche Erkrankung auch in Kombination mit einer Rachenmandelhyperplasie, z.B. Polypen, auf.

Sollten bei ihrem Kind solche Symptome nachweisbar sein, suchen sie bitte einen Hals- Nasen- Ohrenarzt auf. Er steht ihnen mit Rat und Tat zu Seite.

Mit Medikamenten kann man leider kaum was verbessern. Eine Operation ist das Mittel  der Wahl. Wir unterscheiden die komplette Entfernung der Mandeln (Tonsillektomie) und die Verkleinerung der Mandeln (Tonsillotomie). Sind keine Entzündungen der Mandeln bekannt, reicht oft eine Tonsillotomie aus. Diese kann sogar ambulant durchgeführt werden.

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Wie finde ich heraus, ob die Schluckbeschwerden durch Magensäure verursacht sind?

Der extraösophageale Reflux ist in Deutschland ein gar nicht so seltenes Krankheitsbild. Gerade in der HNO Praxis ist er für eine Vielzahl von Schluckbeschwerden verantwortlich. Das tückische bei dieser Erkrankung ist, dass typische Refluxbeschwerden oft fehlen. Selbst in der endoskopischen Untersuchung der Speiseröhre findet man oft keinen Hinweis auf das Vorliegen dieser Erkrankung.

Die sichere Diagnostik erfolgt mittels einer 24 pH Metrie. Dabei wird der Säuregehalt an verschiedenen Stellen des Schlunds und der Speiseröhre gemessen. Der Betroffene trägt dazu ein Schlauchsystem, welches durch die Nase eingeführt wird. Dies muss er 24 h lang tragen. Danach wird ausgewertet.

Neu auf dem Markt ist ein kleineres System „Restech-DX“ (R). Hierbei wird nur eine kleine Elekrode durch die Nase direkt hinter das Zäpfchen in den Nasenrachen positioniert. Diese zeichnet nun 24 h den Säure gehalt  der Atemluft auf. Eine sehr clevere Erfindung, ermöglichst sie doch eine sichere, ambulante Untersuchung der Patienten. Das Tragen wird laut Angaben als nicht so unangenehm empfunden. Das Problem dieser komfortablen Lösung: Die Krankenkasse bezahlt sie nicht. Der Patient muss die Leistung selbst zahlen und da sind schnell einige hundert Euro weg, da alleine die Einmalsonde mit über 100 Euro vom Zulieferer berechnet wird.

Im Verdachtsfall wird gewöhnlich ein Medikament über 4 Wochen verordnet. Dieses Medikament bremst die Produktion der Magensäure. Diese Protonenpumpenhemmer sind seit einiger Zeit auch frei verkäuflich in der Apotheke erhältlich, so dass jeder – der möchte – den Wirkstoff Omeprazol besorgen könnte. Vor einer „probier ich mal aus“ Einnahme rate ich jedoch ab.

Wenden Sie sich vertrauensvoll an Ihren Hals- Nasen- Ohrenarzt! Er hat die notwendige Ausstattung und Ausrüstung eine sichere Diagnose zu stellen und zu behandeln.

Nach den vier Wochen ist in den meisten Fällen eine Besserung eingetreten. Eventuell muss die Behandlung noch verlängert werden. Generell sollte man dann aber auch seine Lebensgewohnheiten (Stress, Alkohol, Zigaretten, Essen) überdenken.

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