Vergrößerte Mandeln als Ursache für Schluckbeschwerden bei Kindern

Wenn ein Kind schlecht isst, nachts schnarcht und keine Luft durch die Nase bekommt kann es an vergrößerte Mandeln liegen. Diese können sogar für Schluckbeschwerden und Gedeihstörungen verantwortlich sein Die Ursache für eine solche Vergrößerung der Gaumenmandeln sind vielfältig.

Neben wiederkehrenden Entzündungen (chronische Tonsillitis)  kann auch eine Überschießende Funktion der Gaumenmandel für eine Tonsillenvergrößerung verantwortlich sein. Diese beschreibt eine gutartige, oft beidseitige und meist symmetrische Vermehrung des Gewebes, auch Hyperplasie genannt.

Hierbei weist der Lokalbefund meist einen mittigen Kontakt der Mandeln in Höhe der Zäpfchen auf. Zu den Symptomen gehören erschwertes Sprechen und, aufgrund erschwerten Schluckens, Essprobleme. Auch nächtliches Schnarchen und Probleme bei der Nasenatmung, durch einen hochstehenden weichen Gaumen und dadurch hervorgerufene Behinderung der Nasenatmung, können Anzeichen für eine Vergrößerung der Gaumenmandeln.

Durch die verminderte Sauerstoffzufuhr sind die Betroffenen tagsüber oft unausgeschlafen und unkonzentriert. Häufig tritt eine solche Erkrankung auch in Kombination mit einer Rachenmandelhyperplasie, z.B. Polypen, auf.

Sollten bei ihrem Kind solche Symptome nachweisbar sein, suchen sie bitte einen Hals- Nasen- Ohrenarzt auf. Er steht ihnen mit Rat und Tat zu Seite.

Mit Medikamenten kann man leider kaum was verbessern. Eine Operation ist das Mittel  der Wahl. Wir unterscheiden die komplette Entfernung der Mandeln (Tonsillektomie) und die Verkleinerung der Mandeln (Tonsillotomie). Sind keine Entzündungen der Mandeln bekannt, reicht oft eine Tonsillotomie aus. Diese kann sogar ambulant durchgeführt werden.