Laryngitis-Kehlkopfentzündung

Laryngitis oder Kehlkopfentzündung

SchluckbeschwerdenDie akute Kehlkopfentzündung (akute Laryngitis) ist in den meisten Fällen eine Virusinfektion. Plötzliche Heiserkeit mit oder ohne Halsschmerzen sind nahezu sichere Merkmale einer Laryngitis. Viele Betroffene sind verunsichert und suchen sofort Rat beim Hals-Nasen-Ohrenarzt.  Eine Laryngitis tritt im allgemeinen sehr schnell auf im Rahmen eines grippalen Infektes. Einfache Hausmittel und eine strikte Stimmschonung über 5-7 Tage sind segensreiche Retter.  Es kommt jedoch in einer sehr geringen Anzahl der Fälle zu einer sogenannten bakteriellen Superinfektion auf Grund der ohnehin nicht sehr stabilen Abwehrlage. Sehr selten spielen allergische oder chemische Gifte bei der Entstehung einer akuten Laryngitis eine Rolle. Diese sind eher für eine chronsiche Laryngitis verantwortlich.

Symptome der Kehlkopfentzündung

Das Hauptsymptom einer akuten Entzündung des Kehlkopfes (Laryngitis) ist die sofort auftretende Heiserkeit. Diese Heiserkeit kann so weit gehen, dass man keinen Ton mehr heraus bekommt. Die Heiserkeit reicht von einem leichten Krächzen bis hin zu einem totalen Stimmverlust. Betroffene sind dann nicht in der Lage auch ein einziges Wort zu reden. Die geschwollenen Stimmbänder erlauben keinen einzigen Ton. In vielen Fällen kommt auch ein rauer, trockener, teilweise auch bellender Husten dazu. Beim Schlucken oder Sprechen kann der Betroffene auch Schmerzen im Bereich des Kehlkopfes verspüren. Viele berichten auch von einem Druck im Hals.

Eine Luftnot ist im Erwachsenenalter relativ selten, jedoch klagen viele Patienten über ein Engegefühl im Hals.

Dieses Engegefühl im Hals kann bei einer Laryngitis jedoch sehr stark ausgeprägt sein und die Betroffenen machen sich Sorgen. Gerade Raucher vermuten hinter jeder akuten Laryngitis eine Krebserkrankung. Die Kombination zwischen einer Heiserkeit über 10-14 Tage und Raucher sollte dringend vom Hals-Nasen-Ohrenarzt abgeklärt werden.

Diagnostik bei einer Laryngitis

Um die Diagnose einer Laryngitis zu sichern, bedient sich der Hals- Nasen- Ohrenarzt einer endoskopischen Untersuchung des Kehlkopfes und der Stimmbänder. Für manche Patienten ist dies eine sehr unangenehme Untersuchung, da es zu einem Würgereiz kommen kann. Unter optischer Kontrolle fordert der Hals- Nasen-Ohrenarzt dann auf Laut "Hiiiiii" zu sagen. Bei dieser Untersuchung erkennt der HNO-Arzt dann, ob die Stimmbänder noch richtig funktionieren und die Schwingungsfähigkeit der Stimmlippen noch erhalten ist.

Gelingt diese Untersuchung mit einem starren Endoskop nicht, dann benutzt der HNO Arzt ein flexibles Endoskop, welches er durch die Nase bis in den Kehlkopfbereich vorschiebt. Dies wird sich sehr unangenehm an, wird jedoch von den meisten Patienten als angenehmer empfunden als die Untersuchung mit einem starren Endoskop.

Gelingt diese Untersuchung mit einem starren Endoskop nicht, dann benutzt der HNO Arzt ein flexibles Endoskop, welches er durch die Nase bis in den Kehlkopfbereich vorschiebt. Dies wird sich sehr unangenehm an, wird jedoch von den meisten Patienten als angenehmer empfunden als die Untersuchung mit einem starren Endoskop.

Therapie der Laryngitis

Die wichtigste Behandlung einer Laryngitis ist die konsequente Stimmschonung. Patienten mit einem Sprechberuf sollten eine Woche lang krank geschrieben werden, damit sich die Stimmbänder von der Laryngitis erholen können. Unter einer konsequenten Stimmschonung versteht man, dass nur das wichtigste in einer normalen Lautstärke gesagt wird. Schreien und Flüstern sind strengstens verboten, da es sowohl beim schreien, als auch beim Flüstern zu einer Überanstrengung der Stimmbändern kommt.

Des Weiteren ist auf ein absolutes Rauchverbot zu achten. Bewährt haben sich Inhalationen mit Salbeitee und Thymian. Diese Inhalationen sollten 3 x täglich durchgeführt werden. Auch Inhalationen mit Kristallsalzen (kein Kochsalz!!!) sind zu empfehlen.

Allein mit diesen Therapiemaßnahmen bildet sich eine akute Entzündung der Stimmbänder innerhalb einer bis zwei Wochen vollständig zurück. Sollten zusätzlich starke bronchitische Beschwerden oder auch Fieber auftreten, ist gegebenenfalls an ein Antibiotikum zu denken.

Besteht nach zwei bis drei Wochen immer noch eine Heiserkeit so ist der Gang zum Hals- Nasen- Ohrenarzt ein MUSS, denn dann müssen ernstere Erkrankungen ausgeschlossen werden.

Komplikationen einer Laryngitis

Im Normalfall verschwinden sie Symptome einer akuten Laryngitis innerhalb von ein paar Tagen. Jedoch kann es auch bei einer Laryngitis zu Komplikationen kommen. Gerade dann, wenn sich der Patient nicht an die verordnete strikte Stimmruhe hält. Ist dies der Fall, so kann die Heiserkeit über Wochen bis Monate dauern und die Stimme muss mithilfe einer Logopädiebehandlung wieder aufgebaut werden.

Bakterielle Infektionen des Kehlkopfes können fortschreiten und zu Abszessen führen. Diese gehen mit heftigsten Schluckbeschwerden, die bis in die Ohren ausstrahlen einher. Behandelt wird dies mit hoch dosierten Antibiotika und einer eventuellen chirurgischen Eröffnung des Abszesses.