Stomatitis aphthosa – Mundfäulnis

Stomatitis aphthosa : „Wie Sie innerhalb kürzester Zeit eine Linderung verspüren, schmerzfrei werden und wieder normal essen und trinken können.“

Die Stomatitis aphthosa ist eher als Mundfäule bekannt und tritt besonders häufig bei Kleinkindern auf. Ist das Kind vorher nicht schon durch andere Krankheiten oder Immunschwächen in seinen Abwehrkräften eingeschränkt, ist der Krankheitsverlauf zwar sehr unangenehm, dafür tritt in der Regel aber auch schon nach circa 10 Tagen die Gesundung ein.

„Wenn der Herpes simplex Virus zuschlägt!“

Der Auslöser dieser Erkrankung ist der  Herpes simplex Virus Typ 1. Dieses Virus ist in der Bevölkerung so weit verbreitet, dass gut 80% aller Kinder schon früh mit ihm in Kontakt kommen und in den meisten Fällen automatisch abwehren. Die Infektion mit dem Herpes Virus bleib deshalb oftmals sogar unbemerkt. Kommt es zu einer akuten Erkrankung durch den Virus ist die Mundfäule die häufigste Krankheit und auch die ungefährlichste. Alle anderen durch den oben genannten Herpes Virus ausgelösten Krankheiten verlaufen schwerer.

Probleme bei einer Erkrankung an Stomatitis aphthosa treten fast ausschließlich bei Risikogruppen auf. Als Beispiel sind dabei Leukämiepatienten zu nennen und solche, die die Abwehr hemmende Medikamente einnehmen. Auch bei einer bestehenden Neurodermitis kann es Komplikationen geben, da die geschwächte Haut Herpesekzeme entwickeln kann. Häufige Folge- oder Parallelerkrankungen sind Hirnhautentzündungen, sowie Lungen- und Leberentzündungen.

Dem Virus auf der Spur…

Die Diagnose der Stomatitis aphthosa oder Mundfäule ist im frühen Stadium nicht unbedingt schon durch Augenscheinname des Patienten möglich. Da als erstes Zeichen meist nur kleinere Aphten in der Mundhöhle auftreten, kann es sich auch lediglich um eine lokale Entzündung, zum Beispiel durch kleine Verletzungen oder Allergien handeln. Bezeichnend für eine Stomatitis aphthosa ist dann das hohe Fieber und starke Unwohlsein des Patienten. Weitere Anzeichen, die einen Gang zum Arzt erforderlich machen, sind Schluckbeschwerden, schnell aufblühende und platzende Blässchen in der Mundschleimhaut und auf der Zunge, die dann zu weißlichen, schmerzhaften Geschwüren (Aphten) werden. Auch übler Mundgeruch, deswegen der Name Mundfäule, und geschwollene Lymphknoten am Hals sind typische Anzeichen einer Stomatitis aphthosa. Möglicherweise können diese auch mit Erbrechen einhergehen und bei Kindern  mit der Verweigerung der Nahrungsaufnahme. Für den behandelnden Arzt sind das alles klare Anzeichen einer Stomatitis aphthosa und weitere Untersuchungen sind selten erforderlich.

Wie Sie innerhalb weniger Stunden wieder schmerzlos essen und trinken können

Da diese Krankheit bei Kindern weit verbreitet ist und dementsprechend bekannt in der Bevölkerung, gibt es diverse Hausmittel, die zusätzlich zur vom Arzt verordneten Therapie nützlich und dem Patienten, meistens dem Kind, Linderung verschaffen. Der Arzt wird in der Regel sowohl lokal betäubende Mittel für die Mundschleimhaut verschreiben, um die Beschwerden zu lindern, als auch Fieber senkende Mittel, wie Paracetamol. Virushemmende Mittel brauchen nur bei schweren Verläufen eingesetzt zu werden. Wenn der Patient allerdings auszutrocknen droht, wird ein Krankenhausaufenthalt nötig.

Zur Ergänzung dieser Maßnahmen, bieten sich diverse Hausmittel an. Das Bestreichen der Aphten mit Honig etwa, lindert das Brennen der entzündeten Stellen und kann gerade bei Kindern eine gute Gelegenheit sein, um sie dann auch zu füttern beziehungsweise zum Trinken anregen zu können. Getränke sollten dabei Raumtemperatur haben, da zu Warmes Schmerzen verursacht. An Speisen bieten sich klare Brühen, gebundene Suppen, sowie alle Arten von Milchspeisen und Breis an. Fruchtsäurehältige Produkte sind zu vermeiden, da sie in den Aphten brennen. Außerdem können Tees von Kamille, Ringelblumen und Salbei wohl tun, da sie gleichzeitig die Entzündung hemmen und leicht desinfizierend wirken.