Zenker Divertikel

Zenker Divertikel, eine Erkrankung des Alters

Schluckbeschwerden, Kloß im Hals, Fremdkörpergefühl  sind die Alarmsymptome und ein deutlicher Hinweis auf ein ernsthaftes Problem. Das Kardinalsymptom für ein Zenker Divertikel ist jedoch das Heraufwürgen von unverdauten Nahrungsresten.  Betroffene finden zum Teil morgens diese Nahrungsreste auf dem Kopfkissen.

Das Zenker Divertikel ist eine Ausstülpung der äußeren Schleimhaut im unteren Schlund, oberhalb der Speiseröhre. Das Zenker Divertikel tritt gerade bei älteren Männern auf und ist in der Regel reparabel. Am Anfang der Krankheit ist nur eine kleine Ausstülpung zu erkennen, die zwar als unangenehm empfunden wird, beziehungsweise als Kloß im Hals, jedoch zu keinen weiteren Beschwerden führt. Im weiteren Verlauf vergrößert dich das Zenker Divertikel allerdings und es kann auch zu einer Aufnahme von Speisebrei kommen. Die eingelagerten Speisereste können sich entzünden und dann zu schwerwiegenden Erkrankungen beziehungsweise Entzündungen führen.

Ursachen des Zenker Divertikel

Die Ursache eines Zenker Divertikel ist ein Schnäppchen der Natur. Im unteren Schlund gibt es eine kleine Stelle, die von Mutter Natur nicht so gut mit Muskulatur gesichert wurde.

Eine Funktionsstörung der Muskulatur des oberen Schließmuskels im Bereich zwischen Schlund und Speiseröhre tut ihres dazu. Die Muskulatur weitet sich im obersten Bereich der Speiseröhre beim Schluckvorgang nicht ausreichend aus, wodurch es zu einer Druckerhöhung kommt.

Diese fördern die Schwachstelle in der Muskulatur des unteren Schlundbereichs, die das Aussacken der Schleimhaut erst ermöglichen. An dieser Aussackung entsteht, beziehungsweise wächst, dann das Zenker Divertikel.

Diagnostik

Die Diagnostik des Zenker Divertikel umfasst eine komplette endoskopische Untersuchung und eine Spezialuntersuchung beim Radiologen. Beim so genannten Röntgen – Breischluck erhält der Patient ein Kontrastmittel zum Trinken und der Fachmann verfolgt den Weg des Bolus unter röntgenologischer Sicht bis in den Magen. Zenker Divertikel können damit sicher lokalisiert werden

Therapie

Eine medikamentöse Behandlung existiert leider für das Zenker Divertikel nicht. Da meist ältere Patienten davon betroffen sind, ist man darauf bedacht, schonende Verfahren anzuwenden. Prinzipiell gibt es zwei Möglichkeiten der Operation.

Die offene Operation, bei der das Problem von Außen angegangen wird und die endoskopische Operation, bei der von Innen operiert wird. Die endoskopische Operation wird  – wenn machbar – immer den Vorzug finden.

Bei fortgeschrittenem Alter des Patienten rät sich der weniger invasive Eingriff per Endoskopie. Da die Gefahr von Folgeschäden, Komplikationen oder Folgeerkrankungen bei höherem Älter ebenfalls höher ist, versucht man das Risiko so zu minimieren.

Allerdings kann so in einige Fällen nicht das ganze Zenker Divertikel entfernt werde, weswegen es zu Wiederholungen der Operationen kommen kann. Die Heilungschancen unterscheiden sich also mit der Wahl der Therapiemethode.

Verfahrensweise nach der Operation eines Zenker Divertikel

Um eine Entzündung der operierten Stelle zu vermeiden, darf der Patient je nach Art des Eingriffs fünf bis zahn Tage keine feste Nahrung zu sich nehmen Er wird stattdessen über eine Magensonde mit nährstoffreichem Brei versorgt. Anschließend sollte der Patient zunächst kleine und gut durchgekaute Portionen zu sich nehmen. Tabu sind scharf gewürztes Essen und kohlensäurehaltige Getränke.